Windows keiner mags, jeder hats

Bevormundung

Mit unglaublicher Persistenz widersetz sich MS aller vernünftigen Apelle, die in der Fachwelt und in allen Zeitschriften und Foren seit Windows 3.1 immer und immer wiederholt werden. So wird zum Beispiel auch im aktuellen Windows immernoch die Dateiendung für den Benutzer ausgeblendet, was nicht nur störend ist, sondern ein handfestes Sicherheitsproblem.

Verfügbarkeit durch Updates?

Auch in der aktuellen Version ein äusserst leidiges Thema, wer kennt das nicht: man möchte nur mal eben eine Präsentation starten, schaltet den Computer ein und da kommt ein Meldungsfenster "Neustart in 10 minuten". Danke. Das passiert natürlich prompt wenn man nur eine schlechte Netzverbindung hat. Bei Microsofts Betriebssystem sorgen Updates erst einmal für sicheren zeitweiligen Ausfall durch Nichtverfügbarkeit. Dabei sollen Updates eigentlich die Verfügbarkeit erhöhen. Am erstaunlichsten dabei ist die Toleranz die die meisten Benutzer diesem nur mit Fäkalbegrifflichkeiten zu beschreibenden Verhalten entgegen bringen: "Ja das kennt man ja..."

Privatsphäre

Jedem ist eigentlich bewusst: Microsoft gehört zu der Phalanx williger Lakaien für NSA, GHCQ und wie sie alle heissen. Jeder hat ja die Lizenzbedingungen anerkannt ohne diese zu lesen und zu verstehen. Mit fatalistischem Gleichmut ergibt man sich der vermeindlichen Alternativlosigkeit. Letzlich hat wohl jeder die Privatsphäre die er verdient.

Schnell installiert

Wer Windows mal installiert hat kennt das: Nach DVD einlegen, Ja, Ja und 15 Minuten Werbepräsentation ist scheinbar alles fertig. Brauchbar ist das ganze aber erst nach weiteren 8 Stunden abwechselnder Updates und Neustarts. Danach ist es immernoch nicht brauchbar, weil von den Produktivprogrammen nur Probeversionen installiert sind. Also nochmal DVD rein, Ja, Ja, weiter... Neustart. Für jedes Programm. Drucker Scanner, und wieder DVD, Ja, Ja, weiter - Neustart. Nur zum Vergleich: ein Ubuntu ist nach 20 Minuten Installation komplett einsatzfähig. EIN Neustart.

Drucken über Windows

Das Druckkonzept unter Windows ist eine klassische Fehlkonstruktion (Broken by design). Die Renderfunktionalität und die Kommunikation mit dem Drucker wird jedem Druckerhersteller überlassen. Dementsprechend sind zum Beispiel die Netzwerkfähigkeiten verschiedener Drucker extrem unterschiedlich. Der Druckserver unter Windows ist eigentlich nur ein reiner Spooler ohne weitere Funktionalität und das Rendern und die Kommunikation mit dem Gerät wird dem Treiber überlassen, der im Kernelmodus(!) läuft. Das ist nicht nur Sicherheitstechnisch eine Katastrophe sondern führt auch unter Server 2016 permanent zu Störungen und Ausfällen. Internationalisierung ist nicht einmal im Ansatz vorhanden. Man kann zwar fremdsprachige Treiber auf einem System installieren, aber nur einen, und der ist dann für alle Benutzer, egal welche Sprache diese bevorzugen.. Nur zum Vergleich: Apples MAC OS, Linux, OpenBSD alle diese Systeme sind vollständig Multilingualfähig. Einem Benutzer wird eine Sprache zugeordnet, und in der erscheinen alle Programme und auch die Druckdialoge. Zudem ist das dort eingesetzte IPP vollständig netzwerkfähig. Microsoft hat auch IPP implementiert, aber bis heute nur die Version 1.0 und selbst die unvollständig, also ein reiner Schein-Fortschritt.

Um die Ecken denken

Outlook zum Beispiel ist hat viele sinnpervertierte Funktionen: Seine Kontakte sucht man voreingestellt per Vornamen! Das mag in den USA ok sein. Vielleicht auch noch wenn ich die Telefonnummer meiner Frau auswähle. Aber normalerweise erwartet man eine Suche nach Nachnamen. In einem öffentlichen Telefonbuch sind die Nummern ja auch nach Nachnamen sortiert. Microsofts Innovationen zeigen sich immer wieder als Ergebnis abstrusen Denkens.

Das letzte Windows

Mit Windows 10 hat Microsoft das Geschäftsmodell so geändert, dass der Konzern jederzeit ohne auch nur die geringste Innovation bieten zu müssen seinen Aktionären jederzeit ein Wachstum garantieren kann. Man braucht nur eine weitere Windows-Komponente abkoppeln und diesen Mehrwert separat über denn App-Shop verkaufen. Genial - nur nicht gut für den Benutzer.

Hyper-V

Die Virtualisierung hat den die Bezeichnung nicht verdient. Definitiv kann man damit keine Hardware nachbilden, denn in einer Hardware kann ich einfach das Floppylaufwerk ausbauen wenn ich es nicht mehr brauche. Das geht bei Hyper-V leider nicht. Die Hardware lässt sich überhaupt nicht ändern. Eine MAC Adresse wird einer Netzwerkschnittstellen dynamisch zugewiesen - wer so etwas erfindet gehört gefeuert. Die Netzwerkperformance ist mieserabel und unsymmetrisch vor allem bei Verwendung virtueller Switche. UDP Verbindungen haben bei schon sehr geringen Datenraten erhebliche Paketverluste. Das ist schlimmstes gebastel, wahrscheinlich wird es ja auch deshalb verschenkt. Sollte es mit der Zeit verbesserungen erfahren ist das ja die Möglichkeit für eine weitere kostenpflichtige Erweiterung für den Appshop, das freut die Aktionäre. Mein aufrichtiges Mitleid gilt all denen die sich mit sowas rumschlagen müssen.